Eltern und Bezugspersonen

Regelmäßige Gespräche mit den Eltern und bedeutsamen Bezugspersonen sind häufig unverzichtbarer Bestandteil der psychotherapeutischen Arbeit mit Kindern und (jüngeren) Jugendlichen. Sie können in von der Behandlung des Kindes/Jugendlichen getrennten Beratungssitzungen oder auch in Form von gemeinsamen Familiengesprächen stattfinden.

Bei älteren Jugendlichen tritt diese Arbeit mit den Bezugspersonen entsprechend den Entwicklungsanforderung der Ablösung und Verselbständigung, sowie des Schutzes der therapeutischen Vertrauensbeziehung in den Hintergrund.

Manchmal sind die Eltern durch die Erkrankung des Kindes/Jugendlichen stark verunsichert, belastet und leiden unter quälenden Schuldgefühlen. Oftmals haben sich schwierige Erfahrungen und belastende Ereignisse und Beziehungserfahrungen aus der eigenen Lebensgeschichte mit der Entwicklung des Kindes/Jugendlichen verstrickt und unbewältigte Konflikte setzen sich über Generationen hinweg fort.

Der Wunsch nach Überdenken der eigenen Erziehungshaltungen und –einstellungen sowie der Erhalt oder das Wiederherstellen von Austausch über unterschiedliche und vielleicht belastend entgegengesetzte Erziehungsvorstellungen der Eltern und Bezugspersonen wird in der beratenden begleitenden Arbeit mit den Bezugspersonen aufgegriffen und über den gesamten Therapieverlauf beim Kind/Jugendlichen fortgesetzt.

Im therapeutischen Prozess können Bezugspersonen ihren Anteil am Entwicklungsgeschehen ihrer Kinder/Jugendlichen erkennen, besser verstehen und neue Antworten entwickeln. Dabei spielt die Wertschätzung und Orientierung an vorhandenen Kompetenzen, Fähigkeiten und familieninternen Ressourcen eine wichtige Rolle.

Analytische und tiefenpsychologisch fundier